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Juli 2018

Im Mai hat mich die DSGVO so richtig heftig auf Trab gehalten. Ich habe mir überlegt, alle Blogs einzustellen, auch den Autorinnenblog. Als Alternative bot sich auf der Webseite ein Menupunkt "Tagebuch" an. Mein Webmaster hat deshalb auf meinen Wunsch hin den Menupunkt "Blog" gelöscht und mir dafür ein Tagebuch eingerichtet (plus eine gefühlte 3000-seitige Datenschutzerklärung). Ich löschte vorsorglich zwei meiner drei Blogs und wollte am 25. Mai auch meinen Autorinnenblog löschen.

Aber dann habe ich mich mit jedem Tag mehr genervt: Weil so viele Leute ihre Blogs entweder vom Netz genommen oder gleich ganz gelöscht haben. Weil die Grossen sich elegant aus der Affäre gezogen haben und die Kleinen am Rad drehen. Dabei sollte das Internet ein Ort für alle sein. Ich entschied, meinen Autorinnenblog stehen zu lassen, auch wenn er nicht 100% DSGVO-kompatibel ist. Kann er gar nicht sein, weil Blogger (gehört Google) mir gar nicht die Möglichkeit bot, alles so anzupassen, wie es die Verordnung will. Ich habe getan, was ich konnte, der Rest liegt nicht in meiner Macht. Ich weiss, dass ich eure Daten nie missbraucht habe und nie missbrauchen werde. Was Google damit macht, entzieht sich meiner (und den meisten anderen Leute) Kenntnis. 

Das mit dem ersten Tagebucheintrag hat dann ziemlich gedauert. Grund: Ich habe mich in der ersten Jahreshälfte schlicht übernommen. Ziemlich genau 100 Lesungen habe ich in den ersten sechs Monaten gemacht, viel und leidenschaftlich für unseren Verlag da bux gearbeitet und auch als Co-Präsidentin der Schweizer Kinder- und Jugendbuchschaffenden (Autillus) einiges um die Ohren gehabt. Zum Schreiben kam ich nicht, was nicht wirklich tragisch war, weil ich sowieso eine Auszeit vom Schreiben nehmen wollte. Über die Gründe habe ich in meinem Blog viel geschrieben, so viel, dass ich hier nicht näher darauf eingehen möchte.

Mittlerweile ist es Juli, und ich bin um ein paar Vorsätze reicher.
1. Ich werde NIE WIEDER so viele Lesungen in so wenig Zeit machen.
2. Ich werde wieder schreiben. Mit jener Leidenschaft, die mir abhanden gekommen war - und die zum Glück wieder da ist.
3. Ich werde versuchen, jeden Monat einen Tagebucheintrag zu schreiben.
4. Ich möchte die neue Webseite, von der ich seit zwei Jahren träume, endlich in die Wege leiten.

Wer sich für Aktuelles aus meinem Leben interessiert:
Ich bin auf Instagram, auf Twitter und (gelegentlich) auf Facebook. Am meisten - und mit Abstand die persönlichsten Dinge - erfahrt ihr immer noch in meinem Blog.